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Bildende Kuenstler im Landkreis Landsberg

HISTORIE Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ließen sich Künstler, insbesondere Maler, für kürzere oder längere Zeit im Landkreis Landsberg, vor allem am Ammersee-Westufer, nieder. Die Flucht aus den überfüllten Städten und das Malen „Plein-air“ in der reizvollen Landschaft waren wichtige Motive. Einer der ersten war Wilhelm Leibl (1844-1900), der sich für zwei Jahre nach Unterschondorf zurückzog. Ihm folgten andere Künstlerfreunde. In Dießen fanden sich in den Sommermonaten zwischen 1885 und 1890 viele Künstler ein, die tagsüber fleißig arbeiteten und abends in den einfachen Wirtschaften feierten. Darunter der bis heute geschätzte „Entenmaler“ Alexander Koester (1865-1932), der sich dann in Dießen ein eigenes Haus baute. Nach der Jahrhundertwende kamen im Sommer immer wieder Akademieprofessoren mit ihren Schülern, vor allem auch mit den damals noch nicht bei den Akademien zugelassenen und deshalb privat unterrichteten Damen, den sogenannten „Malweibern“, an den Ammersee. Der bekannteste war Christian Landenberger (1862-1927) aus Stuttgart, der Jahrzehnte lang fast jeden Sommer in Dießen verbrachte. Erwähnt seien aber auch noch zwei moderne Maler, die sich dort niederließen: Der Bauhaus-Schüler Fritz Winter (1905-76), einer der bekanntesten deutschen Künstler nach 1945, hatte sich 1935 nach Dießen zurückgezogen. Der aus Böhmen stammende Maler Helmut Zimmermann (1924-2015), in gewisser Weise ein Schüler Fritz Winters, fand hier 1948-88 eine neue Heimat. Bei Schondorf bauten sich der Maler und Porzellan-Designer


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