Auswahl der bekanntesten Vertreter von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart, ein kleiner Abriss.

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Kunsttradition Ammersee

Die landschaftliche Schönheit der Ammerseeregion zieht seit mehr als 150 Jahren Künstler, Musiker und Literaten an. Von Rudolf Hirth du Frênes, der sich 1873 in Dießen niederließ und dessen Mentor Wilhelm Leibl, der einige Zeit in Schondorf verbrachte, über die Malern der Künstlervereinigung Scholle bis zu dem bedeutenden Karikaturisten Thomas Theodor Heine oder treuen Sommerfrischlern wie Christian Landenberger, der seinen in Dießen lebenden Malerfreund Hans Schilcher alljährlich besuchte, schwirrt die Geschichte der Ammerseeregion von Namen bekannter Künstler, die hier Heimat und Inspiration fanden.
Bauhausschüler wie Erich und Hilde Kloidt oder der international bekannte Maler Fritz Winter, der 1935 nach Dießen übersiedelte, prägten das kulturelle Leben der Region. Von ihrem Engagement profitierten auch nachkommende Künstler, beispielsweise Helmut Zimmermann, zu dessen erklärten Förderern Fritz Winter zählte. Die programmatische „Freie Kunstkompanie“, die von Bertl Graf und Heinz Rose initiiert worden war, belegt wie auch die Gründungen der vielen kunstfördernden Vereine entlang des Ammerseeufers, die Virtualität der hiesigen Kunstszene.
Heute wird der besondere Stellenwert der Kunst in der Region durch hier lebenden, zeitgenössischen Künstler weitergetragen. (Nue Ammann)

Die abgebildeten Arbeiten dienen nicht dem Verkauf, sondern der Dokumentation.

Auswahl aus der Ammerseeregion:

Betram Graf, lebte in Utting, *1923 München,

Kurt Hammer , lebte in Schondorf, 2010


Kurt Hammer

 

 

Otto Hellmeier (geb.1908, † 1996 in Weilheim).
Der Maler Otto Hellmeier war Autodidakt, er lebte in Raisting, wo es heute ein kleines Museum mit seinen Werken und temporären Ausstellungen mit zeitgenösssichen Künstlern zu sehen sind.

Infos unter>>


Otto Hellmeier

Roger Krötz

 

 

 

Heinz Knobloch



Wilhelm Leibl *1944 in Kölln, in Würzburg. Er war als Maler ein bedeutender Vertreter des Realismus in Deutschland. Lebte von 1875 bis 1877 in Unterschondorf. Er gilt einer der Hauptmeister der gesamten Münchner Schule der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts


Die drei Frauen in der Kirche
(1881, Ausschnitt)


Das ungleiche Paar

Oswald Malura (1906 in Boleslau, Oberschlesien 2003 in München)

“Ich male nicht, Es malt durch mich.“ Ein Kunstwerk kann nur aus der Gnade entstehen. Viele Zeitgenossen glauben, man könne Kunst „machen“. Aber Kunst wird nie produziert, sondern erschaffen - ganz gleich, ob es sich um gegenständliche oder abstrakte Malerei handelt. Über die Welt der Erscheinung gelangt der Künstler mit seinem intuitiven Wissen in die geheimnisvolle Tiefe des Unsichtbaren - in den Bereich des Geistigen, das die sichtbare Welt im Innersten zusammenhält."

Malura Museum in Oberdießen mit Werken von Oswald Malura und Ausstellungen zeitgenösssicher Künstler

www.malura.info, www.freundeskreis-malura-museum.de

Oswald Malura - "Warmes Licht"

 

 

 

 

 

 

mit freundlicher Genehmigung von Andrew Malura

Adelbert Hans Gustav Niemeyer (*1867 Warburg; †1932 in München) war ein deutscher Maler, Architekt und Kunstgewerbler.
Er nahm das Studium der Kunst in Düsseldorf auf, danach wechselte er nach München, wo er bei Friedrich Fehr studierte. Er folgte ein Studienaufenthalt in Paris. Er war Geheimer Regierungsrat und Professor an der Staatsschule für angewandte Kunst in München. Er ist Mitbegründer der Deutsche Werkstätten Hellerau. Niemeyer hat die Ausstattung des Festaktes zur Eröffnung des Deutschen Museums gestaltet.
Lebte und wirkte auch in Schondorf


Niemeyer, " Hauseingang" Ausschnitt

Paul Paede (* 1868 Berlin; † 1929 ) war ein deutscher Maler. Er lebte zeitweise in Schondorf.

Paede, der eine Ausbildung zum Lithographen absolviert hatte, wurde 1898 Schüler von Ludwig von Löfftz an der Akademie der Bildenden Künste München. Dort wurde er nach dem 1. Semester mit einem Stipendium ausgezeichnet.

Häufiges Motiv Paedes waren Frauenakte, gelegentlich wird er als "Rubens des Impressionismus" bezeichnet.

Heinz Rose

Der 1902 in Pirmasens geborene Maler Heinz Rose kam mit seinen Eltern 1909 nach Schondorf und verbrachte hier seine Kindheit und Jugend in dörflicher Idylle ohne Elektrizität und geteerte Straßen, in die Nachbarschaft von Fischern und armen Bauern. Hier wuchs er auf, lernt auf ärztlichen Rat die Landschaftsgärtnerei, wandte sich aber, von verständnisvollen Eltern unterstützt, schon früh der Kunst zu.

Nach dem Studium in München verbrachte er Lehrjahre in Berlin und hatte schon 1924 mit 22 Jahren seinen ersten Erfolg: Die Bayerische Staatsgalerie kaufte ein Selbstportrait an.
1933 unterbrach die Nazizeit Roses vielversprechend begonnene Karriere, und er zog sich wieder nach Schondorf in das Elternhaus zurück. Nach dem Kriegsende gründete er mit Renate Rose in Schondorf eine Familie und setzte sein Werk fort.

Infos: Studio Rose >>
Abbildung mit freundlicher Genehmigung von M. Sorger

Kahn mit Wolke, 1958

Undinenkavalkade, 1969

 

 

   

Walter Rose wurde 1903 in München geboren. Von 1922-1929 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Adolf Schinnerers (1876-1949). Die Stadt Nürnberg zeichnete ihn 1930 mit dem Albrecht Dürer-Preis aus. Seinen Wohnsitz und sein Atelier hatte er damals in Schondorf am Ammersee. Von 1950-1963 war er Mitglied der Münchner „Secession“, später der „Neuen Münchner Künstlergenossenschaft“. In dieser Zeit war er auch Vorstand der Künstlergilde Landsberg am Lech. Reisen führten ihn nach England, Frankreich, Italien und Spanien. 1964 verstarb er in München. In Schondorf am Ammersee gibt es seit 1987 ein „Studio Rose“, in dem ein Teil seines Werkes ausgestellt ist.

Autor: Dr. Hans-Jürgen Tzschaschel


Walter Rose (Ausschnitt)

Otto Scheinhammer, hat 1943 - 1948 in Unterschondorf gelebt


Otto Scheinhammer

 

Baron von Tucher, Schondorf

 

Künstlerkolonie Utting-Holzhausen

Der Uttinger Ortsteil Holzhausen ist als "Künstlerort" bekannt. Um 1900 siedelten sich hier Künstler an, verbrachten in Atelier-Sommerhäusern Wochenenden und Ferien, trafen sich und feierten Feste.

Matthias Gasteiger (1871 - 1934) und

Anna Sophie Gasteiger (1877 - 1954)

Clara Ewald (1859 - 1948)

Paul Neu (1881 - 1940)

Kurt Kühn (180 - 1957)

Leopold Durm (1878 - 1918)

Auswahl der Künstlervereinigung
"Die Scholle"

Max Reinhold Eichler, (1873 - 1947)

Walter Georgi (1871 - 1924)

Adolf Münzer (1870 - 1953)

Leo Putz ( 1869 - 1940)

Fritz Erler (1868 - 1940)

Erich Erler (1870 - 1946)

 

 


Villa Gasteiger


Edward Cucuel

Walter Georgi


Fritz Erler


Matthias Gasteiger
Brunnenbuberl, Brunnen in München


Anna Sophia Gasteiger

Diessen als Künstlerort:

Dießen zog in seiner Vergangenheit viele Künstler, auch Maler, in seinen Bann, die hier arbeiteten und lebten, darunter

Carl Oskar Arends, *1863, † 11932

Hilde Alton, *1920, † 2001 in Diessen

Max Alton, *1916 Südtirol, † 1992 in Diessen

Beide seit 1940 in Diessen

Robert Assmus, *1837   †1904, Landschaftsmaler, geboren in Sztum (Stuhm) in Polen, lebte in Riederau.


Robert Assmus (Ausschnitt)

August Backmund, *1887   †1949, Maler, geboren in Würzburg, hatte sein Atelier seit 1912 im "Judas-Thaddäus Hof" in Riederau.


August Backmund

Karl Siegfried Büchner Lindau, † 2008


Karl Siegfried Büchner

Josef Burkharth, Freiburg *1890, Diessen, † 1960

war mit Hans Schilcher eng befreundet, kannten sich aus den Studienzeiten an der Kunstakademie Stuttgart


Josef Burkharth

Robert Curry, Boston USA *1872, Riederau †1955 (seit 1906 in Riederau)


Robert Curry

Eugen Dekkert, Stettin *1865, Garmisch 1956
( 1914- 1937 Diessen )

hatte sein Atelier am oberen Albaner Weg


Eugen Dekkert

Graf Wilhem von Dennewitz

bis 1919 in Diessen


Graf Wilhem von Dennewitz

Arno Fischer. geb. 1918 in Kahla, Kreis Jena
1937 - 1939 Studium des Maschinen- und Flugzeugbaues. Sseit 1945 in Dießen im Kujawa-Haus, 2007 in Dießen.
1946 Aufnahme in den Berufsverband Bildender Künstler München, gleichzeitig Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Dießener Kunst.
Die Malerei wird zum neuen Beruf.
Künstlerische Ausbildung und Förderung durch Prof. Karl-Heinz Dallinger, Fritz Skell, Adolf Münzer und Wolf Panizza.
Aquarellbilder, betont gegenständlich - Neben der Tafelmalerei entstanden über 30 Fassaden-Dekorationen, teils mit farbigem Putz ausgeführt. Zehn davon befinden sich in Dießen, z.B. Rathaus, Haus Kotzbauer oder das Wasserwerk in Bischofsried. Seine Frau Eleonore Fischer-Kirchner, eine geb. Dießenerin, war Bildhauerin


MAN Maschinenhalle

 

Eduard Gabelsberger, München *1861, Diessen †1950
(seit1897 in Diessen im Gabelsbergerhaus, Tiefenbachstr.)


Eduard Gabelsberger

Irene Günther, *1895 Dresden, †1976 Augsburg. Lebte seit 1928 in Diessen/St. Georgen (" Ein Künstlerleben in der Stille")


Irene Günther


Thomas Theodor Heine, *Leipzig 1867, Stockholm †1948, (1918-1933 in Diessen.)
Theodor Heine wird heute vor allem mit dem "Simplicissimus" in Verbindung gebracht, dessen Gesicht der Künstler mit seinen Karikaturen entscheidend mitbestimmt.Der Künstler Thomas Theodor Heine erlangt vor allem als Zeichner wahre Meisterschaft und so erkennt schon Max Liebermann in Heine "den größten deutschen Zeichner", der wie Lovis Corinth meint "alles kann, was er will". Seine zeichnerische Vielseitigkeit wirkt geradezu stilbildend und beeinflusst die künstlerische Gesamthaltung des "Simplicissimus" langatmig.

"Zwischen Idylle und Weltgeschichte - Thomas Theodor Heine und Diessen am Ammersee" , Autor Dr. Thomas Raff


Karikatur von Thomas Theodor Heine
-- In Simplicissimus. – 1929

Rudolf Hirth du Frênes Gotha *1846, Miltenberg 1916,


Rudolf Hirth du Frênes

Hilde Kloidt, *Dortmund 1898-1956 Diessen, ( seit 1926 in Diessen)
(mit Erich Kloidt Begründer der ADK)

Prof. Max Köppen
*1877   †1960, Maler und Graphiker, Schüler von Franz von Stuck, geboren in München, lebte in Riederau.

 


Max Köppen

Alexander Koester, *Köln 1864, München †1932 ( ab 1920 in Diessen)

als "Entenkoester" bekannt


Alexander Koester

Rolf Kretschmann * 1921 Berlin. Lebt und arbeitet seit 1974 in Dießen.

Christian Landenberger *Ebingen, Württenberg1862. Stuttgart 1927 Professor an der Stuttgarter Akademie. Kam mit seinen Schülern oft nach Dießen (1915) um zu malen und besuchte dabei seinen Kollegen Hans Schilcher.


Christian Landenberger (Ausschnitt)

Gerhard Leins *1899Düsseldorf, Diessen 1980 (seit 1944 in Diessen. War Kunstlehrer an der Mädchenrealschle Diessen.


Gerhard Leins

 

Lisa Merkel *1916 – 2002

Lisa Merkel lebte als Bildhauerin in Diessen am Waffenschmidweg. Sie machte u-a. auch eine Bronzebüste von Carl Orff.

 

 


Bronzeknabe, 1956, steht in Margarethenhoehe


Lisa Merkel, Kranich im Garten Studio Rose

Hermann Nitsch *1938 Wien
zwischen 1968 und 70 lebte er in der Villa Romenthal in Diessen

 

 

 

Wolf Panizza*1901 Lindau, Diessen.1977

 

Eva von Rossen wurde 1921 geboren und  starb am 2010 in Landsberg. Sie lebte seit 1934 am Ammersee, zuerst in Riederau und kurze Zeit später im Kujawa-Haus in St. Georgen. (Ihr Sohn der Dokumentarfilmemacher Matti Bauer, kam im Kujawa-Haus auf die Welt s.w.u.)

Ihr Vater Felix Otto von Rossen war auch Maler, geboren in Berlin, Studium an der Akademie der Bildenden Künste. Er wurde 1875 geboren und starb am 1957.

Felix und Eva von Rossen vor dem Kujawa-Haus

Eva von Rossen mit ihrer Ziege vor dem Kujawa-Haus

 


Eva von Rossen - Der Träumer- 1955

Selbstporträt Felix von Rossen, es zeigt ihn vor dem Atelierfenster des Kujawa-Hauses, 1944


Atelier Felix von Rossen im Kujawa-Haus

 

 

Bernardo Rossi *1928 in Bielefeld als Sohn einet Westfälischen Mutter und eines Vater aus der italienischen Schweiz. 2011 am Comer See
Studium an der Kunstschule Basel und an der Brera Akademie der Bildenen Künste in Mailand.
Lebte lange teilweise in Diessen / Ammersee, sowie auch in Carate / Lago di Como.


Bernardo Rossi

Otto Schallmayer (1883 Mindelheim- 1936 Dießen)

(malte Bilder vom Marienmünster)

 


Otto Schallmayer


Hans Schilcher *1879 Wessebrunn, Diessen 1951

Hans Schilcher

Prof. Alexey von Schlippe *1915   †1988, Maler, geboren in Bekassovo bei Moskau, 1963-1983 Professor für Malerei an der State University of Connecticut (USA), lebte seit 1983 in Riederau.


Abendlicht, 1988

Rudolf Schoeller*1905 Frankfurt (Main), Diessen 1986
(seit 1952 Wohnsitz in Diessen)


Rudolf Schoeller

Georg (und Dora) Schuster-Woldan *Nimptsch (Schlesien), München †1933. Seit den 20er Jahren in St. Georgen/Diessen

   

Hans Heinrich Graf von Schweinitz*1910 Goslar, Riederau †1982. Lebte seit 1934 in Riederau.

Michael von Schweinitz *1943 inRiederau, 2006 in Dießen

sei 1974 selbstständig tätig als ein Künstler, der sich gerne als "stillos" bezeichnete, weil er sich als ein Wanderer durch alle Stile der Kunstgeschichte empfand und mit den Elementen aller Stile spielte. Text Thomas Raff

Grabrede von Sebastian Goy >>


Michael von Schweinitz

Hans Heinrich Seelos *1897 München, Diessen 1967. Lebte seit 1936 in Diessen, auch als Töpfer.


Hans Heinrich Seelos

 

Fritz Skell* 1885 Münchenb, Diessen 1961.

 

 

 

 

Johannes Selbertinger, * 1930 am Tegernsee, lebt inzwischen in München.


Johannes Selbertinger

Julius Seyler* 1873 München, München †1955. Kam 1899 nach Diessen malte zum ersten Mal die Birkenallee (Diessener Landstr.)



Julius Seyler

Birkenallee, Heimkehrende Bauern mit Vieh

 

Hermann Stahl*Dillenburg, Diessen†....Schriftsteller und Maler.

 

 

 

 

Albert Stagura *1866 Dresden, Gstadt (Chiemsee) †1947.
Lebte von 1905 bis 1918 in Diessen.


Albert Stagura

Fritz Steinert*1891 Leipzig, ..
Lebte seit 1944 in Diessen.

 

Hermann Stenner (*1891 in Bielefeld; 1914 †an der Ostfront in Iłow, Polen) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Stenner gehört zu den herausragenden Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts, obwohl ihm durch seinen frühen Tod im Ersten Weltkrieg nur eine kurze Schaffensphase von fünf Jahren vergönnt war. In dieser Zeit hat der junge Künstler ein umfangreiches und sehr überzeugendes Œuvre geschaffen: Annähernd 280 Gemälde und weit über 1500 Arbeiten auf Papier sind bekannt. Nach impressionistischen Anfängen um 1909 wurde Stenners Malweise ab 1911 zunehmend ausdrucksstärker mit hartem Kontur und kräftigen Farben. Diese Hinwendung zum Expressionismus geschah unter dem Einfluss Kandinskys, ab 1912/13 aber vor allem durch seinen Lehrer Adolf Hölzel.
In Diessen und am Ammersee entstanden einige Bilder.
„Stenner war ein frischer, heiterer Mensch und Künstler. Seine Leistungen waren ausgezeichnet ...Ich schätze die Malereien Stenners sehr, wie Oskar Schlemmer auch. Er wäre einer der besten Maler Deutschlands geworden, wenn nicht der sinnlose verbrecherische Krieg seine Opfer geholt hätte.“ – Willi Baumeister

Kaffeegarten am Ammersee

Selbstbildnis mit roter Jacke

Inge Wassermayer (seit 1943 in Dießen)

 

 

 


 

Fritz Winter (1905 in Altenbögge /Westf.; † 1976 in Herrsching am Ammersee) übersiedelte 1935 nach Dießen. Er bekam viele Preise und Auszeichnungen und war Gründungsmitglied der Künstlergruppe ZEN 49. Seine großartige Schöpferkraft machte ihn zu einem der be- deutendsten deutschen Maler der internationalen modernen Kunst.

Infos: fritz-winter-atelier.de

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des
Fritz Winter Ateliers in Diessen, Michael Gausling


Signale, 1968, Öl auf Leinwand, 130 x 97 cm


Vor Weiß, 1973, Öl auf Leinwand, 70 x 60 cm

Karl Vorhölzer *1810 Memmingen, Diessen †1887. 1838 kam er nach Diessen. War einer der ersten Maler, den es an den Ammersee zog. (Dekorationsmaler, Fresken)

 

Helmut Zimmermann,* 1924 in Aussing Böhmen. Hauptwohnsitz ab 1945 in Dießen. 1946/1950 Studium an den Hochschulen der Bildenden Künste in München und Nürnberg.
Reisen durch Europa und Nordafrika mit längeren Wohnsitzen in Ischia, Venedig, Rom und Mailand.
1965-66 New York. 1971 Erwerb eines Hauses auf einer der Äolischen Inseln. Ausstellungen in Kairo, Rom, Mailand, München.
1986 entstanden gemalte Filme. Malprozesse vor der Kamera.
Inzwischen lebt H.Z. in Passau.„In den Okzident zurückgekehrt begann ich, mit dem Tuschepinsel zu schreiben, zuerst eine Sammlung von Worten (Tagebuchkonzentraten): das Kalligraphie Manuskript ‚Doppelseiten‘ (bzw. WAS IST), anschließend auf großen Papieren Wörter: ist, ich ,du, das ist es, als ob, so, c‘est ... . 1984/85 kamen die Farben wieder. Ich trat ins Freie.“
H.Z. über seine Rückkehr aus Japan, in einem Manuskript zu seiner Biographie, Neudiessen, März 1987
.www.ritthaler-galerie.de

 


Helmut Zimmermann

 

Das "Kuwaja-Haus"

Anna Kujawa, 1870 in Landsberg geboren, 1933 in Dießen

Sie hatte eine beachtenswerte künstlerischen Leistung erbracht, war selbstzwar keine Künstlerin, aber sie erbaute ein Atelierhaus am Kirchsteig Nr.1, das sie den Künstlern zur Verfügung gestellt hat.
Im "Kuwaja-Haus" fanden viele Künstler ihr Zuhause ( Arno Fischer, Irene Günther, Max Landschreiber, Hans Seelos, Graf Wilhem Bülow von Dennewitz, Felix von Rossen, Eva von Rossen, usw


Kujawa-Haus in den 30er Jahre

 

Anton Heinz Heindl schrieb als Heimatforscher einen aufwendigen Beitrag, der in der Zeitschrift Lech-Isar-Land in der Jahresausgabe 1964 erschien:

„ Das Westufer des Ammersees, ein zweites Worpswede.“ Ein Beitrag zur Geschichte einer oberbayer. Künstlerkolonie >>

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19

Quellen: Anton Heinz Heindl, der Großvater von dem Diessener Schriftsteller Sebastian Goy. und Lexikon der Ammerseemaler, Teil I, H. Paul Rachinger, Diessen, 1993

Auswahl von Dießener Straßennamen:

Alexander-Koester-Weg, Dekkertweg, Eduard-Gabelsberger-Str., Fritz-Winter-Str, Schilcherstr., Skellstr., Stagurastr., Thomas-Theodor-Heine-Str., Vorhölzerstr.,

Viele Künstler liegen im Friedhof St. Johann in Diessen, zB.

Robert Assmus (1837-1904), August Backmund ( 1878 - 1949), Carl August Bembé ( 1900 - 1955), Robert Franz Curry ( 1872 - 1955), Otto Schallmayer (1883 - 1936), Arno Fischer 1918 - 2007) und viele andere

 

 

   

Die Literaten, Schriftsteller, Architekten, Regisseure uns Komponisten (Auswahl):

 

Tagebuch eines Landlebens.
Ein Diessener Lesebuch.

Zusammengestellt von Thomas Raff.
Diessen 1990 (2. Auflage)

Dieses Buch versammelt Texte von Autoren, die entweder in Diessen lebten oder über Diessen schrieben, oftmals beides.
Es beginnt mit idyllischen Schilderungen
aus dem späten 19. Jahrhundert und endet
mit Texten, die eigens für dieses Buch
verfasst wurden.
Bekannte und unbekannte Autoren sind mit Prosa und Gedichten vertreten, sogar ein Hörspiel ist darunter.

Idylle mit Schattenseiten.
Ein Diessener Lesebuch.

Bd. 2. Zusammengestellt von Thomas Raff. Diessen 1998

Der Band ist eine Fortsetzung des ersten Bandes. Denn es haben sich immer neue einschlägige Texte gefunden.
Man erhält manche lebendige Einblicke
in das "Künstlerdorf" Diessen am Ammersee. Alle Autoren - auch die fast unbekannten - werden in einem bio-bibliographischen Anhang erläutert.
>> www.heimatverein-diessen.de/Buecher.html

Sebastian Goy, Schriftsteller und Hörbuchautor*

Sebastian Goy, mehrere Jahre Lehrer, von 1981 bis 1984 Redakteur in der Hörspielabteilung des SFB. Nach acht Jahren in Berlin lebt er wieder am Ammersee.
Schrieb u. a. den Roman "Das Kleine Buch Flann"(1997), Kinderbücher ( "Du hast drei Wünsche frei-Die Geschichte von Einmal Schwarzer Kater und der Guten Fee",1992, 2. Platz beim Peter-Härtling-Preis für Kinderliteratur) und über 100 Hörspiele. Darunter "Himmel und Hölle"(1990), "Mich kann ich nirgends erblicken"(1993), "Bettinas Stimme"(1997), "Teresas Tagebuch"(2000), "Winterhochzeit"(2000), "Die Glut"(2000 nach Sándor Márai), "Wächterlied" (2001), "Nichts weiter als das" (2002).
Einige seiner Hörspiele vertraten Deutschland bei internationalen Wettbewerben(Prix Italia, EBU), ein halbes Dutzend waren für den Kriegsblindenpreis nominiert.


Sebastian Goy, Fotorechte A. Foresti

Barbara König Schriftstellerin, *1925 in Reichenberg

Barbara König ist seit 1958 freie Schriftstellerin. 1975 hatte sie eine Gastdozentur an der University of Texas. Sie ist Mitglied im PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland, ferner Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (1981–1984 Vizepräsidentin), der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste. Sie lebt in Dießen am Ammersee.

Die Wichtigkeit, ein Fremder zu sein. Der Schriftsteller und die Distanz. Akademie der Wissenschaft und der Literatur Mainz, 1979.
Schöner Tag, dieser 13. Ein Liebesroman. Hanser, München 1973.Spielerei bei Tage. Erzählungen. Hanser, 1969.Die Personenperson. Roman. Hanser, München 1965 (zuletzt: DTV, München 2003.


Barbara König, Fotorechte A. Foresti

Philipp Luidl, Schriftsteller, *1930 in Diessen am Ammersee, lebt und arbeitet in Diessen am Ammersee/Bayern

Philipp Luidl war Dozent für Typografie an der Akademie für das Grafische Gewerbe in München und Vorstandsmitglied der Typografischen Gesellschaft München. Er ist außerdem Jurymitglied bei mehreren Wettbewerben.

Er hat viele Bücher, Gedichte und Prosa, geschrieben.


Philipp Luidl, Fotorechte A. Foresti

   

Carl Orff, Komponist. (*1895 in München; †1982 ) war ein deutscher Komponist und Musikpädagoge. Sein bekanntestes Werk ist die szenische Kantate Carmina Burana, die zu einem der populärsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts wurde. Orff war 1954 bis 1959 in dritter Ehe mit der Schriftstellerin und Pädagogin Luise Rinser verheiratet.
Lebte seit 1955 bis zu seinem Tode in Diessen. Die Grabstätte ist in Andechs.

Liselotte Orff, die Witwe des Komponisten Carl Orff, wurde 2010 mit dem Goldenen Ehrenring der Marktgemeinde Dießen geehrt.
kleines Museum in Diessen: www.orff-museum.de/

Richard Trunk, *1879   †1968, Komponist, lebte seit 1945 in Riederau.

 

Matti Bauer, macht Dokumentarfilme, *1955 in Dießen am Ammersee ( im Kuwaja-Haus) . Matti Bauer studierte Völkerkunde und Portugiesische Philologie an der LMU in München. Seit 1993 führt Bauer selbst Regie und hat seitdem zahlreiche Dokumentarfilme fürs Fernsehen realisiert. Für seinen Film Domspatzen erhielt er 2009 den Bayerischen Fernsehpreis.

Auswahl der Filme:
DAS MÄDCHEN VOM TRAUMTAL (2011)
Die Sennerin und ihr Sohn (2010)
Am Eisstrom des Großglockner(2009)
Der Hindu von der Fraueninsel (2008)
Im Garten des Töpfers (2007)
Reifezeit (2006)
Die Schneeschöpfer ( 2006)
www.mattiba.com/de/



Eckard Lüps

Architekt Lueps BDA Schondorf, Atelier für neues Bauen

 


Eckard Lüps, Fotorechte A. Foresti

Bembé und Dellinger, im Schloß in Greifenberg

 

 

Prof. Carl August Bembé, *1900   †1955, Architekt, geboren in Mainz, wohnte seit 1951 in Riederau.

 
   

Quellen: "Lexikon der Ammerseemaler" von H.Paul Rachinger und Anton Heinz Heindl "Das Westtufer des Ammersees, ein zweites Worpswede". Ein Beitrag zu Geschichte einer oberbayer. Künstlerkolonie.

© A. Foresti. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, daß wir nicht für die Inhalte externer Websites verantwortlich sind. Soweit es uns möglichist, überprüfen wir aber die Seiten auf die wir von hier aus verweisen.


Auswahl zeitgenössischer Bildender Künstler und Künstlerinnen, die in der Ammerseeregion arbeiten und leben:

überwiegend Künstler, die in keinen regionalen Künstlerzusammenschlüssen vertereten sind, eine freie Zusammenstellung. (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

 

Marion Bembé  

 

 

Peter Dietz

www.p-dietz.de

 

 

 

   

Hans Dumler

 

 

 

Rupert Eder

www.ruperteder.de

 

 

Gerd Eisenblätter

 

 

 

 

Janos Fischer




Annunciata Foresti

www.foresti-kunst.de


 

 

Inge Frank

 

www.ingefrank.de/



 

 

 

Martin Gensbaur

www.gensbaur.de/

 

 

 

 

Franz Hartmann

www.franz-hartmann.com/

 

 

 

Susanne Hauenstein

www.susanne-hauenstein.de/

 

 

 

 

Ernst Heckelmann

 

 

 

 

 

 

Angelika Hoegerl

 

 

 

Carmen Jäckel

 

 

 

Andreas Kloker

www.andreaskloker.de

 

 

 

 

Josef Lang

www.joseflang-bildhauer.de/


 

 

Katja v. Lübtow

www.katjavonluebtow.de/

 

 

 

Christoph Möller

www.moellerchristoph.de/

 

 

Klaus Neizert

 

 

Cornelia Rapp

www.corneliarapp.de/

 

 

Sibylle Schwarz

www.sibylle-schwarz,com

 

 

 

 

Stellwerk Diessen

www.stellwerk-diessen.de

 

 

 

 

 

Matthias Rodach

www.matthias-rodach.de

 

 

 

 

Christian Tobin

www.c-tobin.de/

 

 

 

Doris Trummer

 


 

   

Stefan Wehmeier

www.stefanwehmeier.com

Wenzel Ziersch

 

Bernd Zimmer

 

 

 

 


Bernd Zimmer im Atelier, Foto: Foresti