KULTURFORUM IM BLAUEN HAUS IN DIESSEN

DAS KLEINE FORMAT




Einst und Jetzt

KURZ NACH 1900
Unmittelbar südlich der Josephskapelle verlief bis 1803 die Gemeindegrenze. D.h. dass die Kapelle und der nördlich davon gelegene Bierkeller des „Bachbräu“ bereits zum Kloster Dießen gehörten. Der Bierkeller ist wahrscheinlich unter dem heutigen „Blauen Haus“ mindestens teilweise noch erhalten.
Kurz nach 1900 wurde das noble „Hotel Ammersee“ über dem Bierkeller erbaut.

Hier mit der Tanzdiele, die Säulen sind noch vorhanden, auch die vielen Fensterfronten (jetziger Ausstellungsraum)

Um 1933 erwarb die Bayerische Beamtenversicherung bzw. der Freistaat Bayern das Anwesen und nutzte es als Schule und Erholungsheim im Rahmen der sog. Kinderlandverschickung und nach 1945 als Heim für schwerstversehrte Soldaten.
Um 1955 erwarb es der COOP-Revisionsverband der Deutschen Konsumgenossenschaft, um es als Schulungsgebäude („Coop-Seminar“) zu nutzen.
1992 erwarb die Marktgemeinde das Gebäude, konnte aber zunächst nicht viel damit anfangen und erwog 2003 einen Abbruch und Neubau an der Stelle.
2003 veranstaltete der Heimatverein Dießen in dem leeren und schon ziemlich maroden Gebäude die erfolgreiche, neunstündige theatralische Lesung „Reise nach Petuschki“ nach Wenedikt Jerofjew mit Alexander Netschajew und Erwin Kloker.
Durch diese Veranstaltung wurde Architekt Jürgen Bahls, der gerade neue Räume für sein Büro suchte, auf das Gebäude aufmerksam.
Er vereinbarte mit der Marktgemeinde einen Miet- oder Pachtvertrag und sanierte das Gebäude. Er gründete das Kult.Café und betrieb den Saal im Blauen Haus als kulturellen Veranstaltungsort, das „Kulturforum“. Die Räume im ersten und zweiten Stock vermietete er oder nutzte sie selbt.

Ali Nasseri war (ab 2005) der erste Kurator, mit z.T. internationalen Namen wie Georg Baselitz, dann (ab 2008) Annunciata Foresti, die den Schwerpunkt mehr auf regionale Künstler legte

Verena Bahls, Annunciata Foresti und Jürgen Bahls

und u.a. die Soloausstellung „Ansichtssache“ mit Martin Gensbaur organisierte oder auch eine Ausstellung mit Beate Oehmann mit Ihren Fahnen und Ihrem Sohn Gregor Oehmann mit Holzskulpturen. 


2015 kam es zwischen Bahls und Marktgemeinde zu Uneinigkeit über die Unterhaltspflicht, und die Gemeinde kündigte Bahls das Gebäude zum Sommer 2017.
(Text erstellt mithilfe von Dr. Thomas Raff )

2015 bis 2017 organisierten Christiane und Frank Graf als Zwischenmieter des Woll-Cafes und einen Teil des Saales ein kleines Kulturprogramm, ab 2017 betreiben sie nur noch das Café, das zum HausCafe umbenannt wurde.
Architekten, Büros und Foto ZOOM IN sind ebenfalls im Hause.

Der große Ausstellungsraum, das „Kulturforum Blaues Haus“ in Dießen, steht ab Herbst 2017 allen Künstlern, Kulturschaffenden, Musikern, Theatern, Schulklassen, Initiativen, Projekten offen und wird von der Gemeinde vergeben, es wird ein öffentlicher Raum! Dem Gemeinderat lagen mehrere Konzepte vor, die große Mehrheit aber hatte das Konzept von 14 Diessener Künstler, zusammen mit dem KunstFormat e.V./Annunciata Foresti, mit einem offenen Brief beantragt und erwirkt!
Presse hier > und hier >
Auch hat sich der KunstFormat für ein besseres Licht im Veranstaltungsraum bei der Gemeinde eingesetzt, das inzwischen 2018 verwirklicht wurde.

Presse/kreisbote bl haus.jpg

Hier der Kontakt zur Gemeinde/Kulturforum Blaues Haus Kontakt >>https://www.diessen.de/kunst-kultur/kulturforum-blaues-haus/
Prinz-Ludwig-Str. 23, 86911 Diessen, Öffnungszeiten der Ausstellungen und
Kontakt zu jeweils im
Veranstaltungskalender der Gemeinde Diessen www.diessen.de

   

Bereits 2008 initiierte und entwickelte Annunciata Foresti das „DAS KLEINE FORMAT“ (zunächst unter den Namen „26 Künstler“), dann aber ab 2009 sechs Jahre eine jährliche Ausstellung, inzwischen zweijährig. DAS KLEINE FORMAT prägte somit eine hochwertige und vielbesuchte Kunstpräsentation am Ammersee, ebenso prägte die Ausstellung die Kunstszene um das Blauen Haus. Mit der Schirrmherrschfat von Bürgermeister Herbert Kirsch.

Regional, wie überregional wird das Ausstellungskonzept von Bildenden Künstlern begeistert angenommen.
Die Bildenden Künstler haben sich für die Diessener Produzentenausstellung auf das kleine Format spezialisiert: Werke mit dem Höchstmaß von ca. 40 mal 40 Zentimetern. 
Fast 20 000 Besucher, gut 240 regionale, überregionale und internationale Künstler. Das "Kleine Format" ist längst ganz groß und wie Initiatorin Foresti bilanziert, "eine wahre Erfolgsgeschichte". Zu dem Dießener Kulturevent, das 2019 Jahr zum neunetn Mal veranstaltet wird, kommen mittlerweile nicht nur Besucher aus der Region. Die Ausstellung mit Kunstwerken im maximalen Format von 40 mal 40 Zentimeter lockt auch viele Fans aus München und Augsburg an. Qualitativ hochwertige Kunst zum kleinen Preis: Auch junge Kunstfreunde sollen sich Kunst leisten können. Gemixt wird die beliebtw Kunstshow mit Installationen, die Präsentation ist professionell gehängt.
Das ist eine der Grundideen des "Kleinen Formats".

www.das-kleine-format.de
 

Lichtinstallation von Georg Trenz ab Einbruch der Dunkelheit, 2009Das Kleine Format 2017